Auf schnellstem Weg zum Traum vom Bad

Wie verwandelt man eine alte, dunkelbraune „Badebutze“ aus den Siebzigern ein lichtes, einladendes, geräumiges, barrierefreies Badezimmer von heute? Antwort: im Handumdrehen! Und das ist keine Untertreibung.

Moderne, aufeinander abgestimmte Systeme aus Trockenbauelementen und Spachtelmassen verringern die Zahl der an einer Badrenovierung beteiligten Gewerke und beschleunigen den Umbau wie nie zuvor. Und wer sich scheut, die alten Fliesen mühsam zu entfernen: Auch Fliese-auf-Fliese geht´s zum Traumbad!

Verlegesysteme – Basis für Trendbäder

Abdichten, das ist der erste und wichtigste Schritt für die Vorbereitung des Untergrundes. Die perfekt aufeinander abgestimmten Wand- und Bodenkomponenten ermöglichen eine schnelle und komfortable Verarbeitung im System. Selbst auf jungen Zementestrichen punkten die Systeme mit höchster Verlegesicherheit. Spezielle Fugenmörtel garantieren, dass der abschließende Fliesenbelag besonders leicht zu pflegen und somit sehr hygienisch wird. Zusätzliches Plus für die Wohngesundheit: Alle Module und Massen sind emissionsarm.

  1. Grundierung
  2. Bodenspachtelung
  3. Wandspachtelung
  4. Abdichtung/Abdichtbänder und Formteile
  5. Fliesenkleber
  6. Fugenmörtel
  7. Dichtstoff

Allrounder auf Estrichen und Fußbodenheizungen

Die Systeme eignen sich für alle keramischen Fliesenbeläge, unabhängig von Gewicht und Form. Sie lassen sich auch auf beheizten Estrichkonstruktionen verlegen.

  1. Einlegen und Verharzen von Estrichdübeln
  2. Grundierung
  3. Verklebung der Entkopplungsbahn
  4. Fliesenkleber
  5. Fugenmörtel
  6. Dichtstoff

Harmonie für Augen und Nerven

Feldbegrenzungs- oder Bewegungsfugen stören oft die Ästhetik der Fliesenoberfläche. Das muss nicht sein. Mit dem System „Gleichmäßiges Fugenbild“ können Fliesenleger ästhetisch anspruchsvolle Fliesenbeläge schaffen – unabhängig von der Raumgeometrie und dem Alter des Estrichs. Bewegungsfugen werden harmonisch integriert. Wer die Trittschalldämmung bzw. die Raumakustik seines neuen Bades optimieren möchte, verlegt unter dem Keramik-, Mosaik- und Natursteinbelag eine Abdichtungs- und Entkopplungsbahn.

Entkopplungsmatten – die Renovierungsprofs

Bei der Sanierung alter Fuß- böden können Risse im Untergrund auftauchen, auf denen sich ein neuer Fliesenbelag nicht sicher verlegen lässt. Je nach Aufbau und eingesetzten Materialien entstehen Spannungen, die sich auf den Fliesenbelag übertragen und Risse verursachen können. Auch Zement- und Heizestriche können sich nach der Belegung mit Fliesen und Platten verformen. Die Lösung: spezielle Matten zur Entkopplung, Rissüberbrückung und Feuchtigkeitsabdichtung

Abdichtung und gut

Neuartige Rollenfolien werden als Abdichtung im Verbund mit dem Fliesenbelag an Wänden und auf Böden eingesetzt. Vorteil: sichere Haftung am Untergrund sowie einfache Verarbeitung in feuchtebelasteten Zonen. Dichtbänder sichern Stoßstellen bei Verbundabdichtungen und Abdichtungen von Wand-Boden- Übergängen.

Jede hat ihre Stärken

Polystyrol-Platten von 4 bis zu 20 mm bilden den Ansetzuntergrund für die Verarbeitung von keramischen Fliesen und Platten im Dünnbettverfahren. Dickere Platten von 30 bis 120 mm lösen auch konstruktive Problemstellungen – sie eignen sich zum Verkleiden von Wand- und Bodenflächen im Nassbereich und in Verbindung mit Abdichtungen. Vorteile:

  • wasserunempfndlich
  • vielfach gestaltbar
  • hervorragende Kleberhaftung
  • einfaches Zuschneiden
  • leichtes Gewicht
  • hoch wärmedämmend
  • maßgenau
  • planeben
  • hoch druckfest
  • schwer brennbar

Starke Ideen ohne zu mauern

L-/U-Winkel aus demselben Material bilden raumhohe befliesbare Fertigelemente, mit denen sich auch senkrechte und waagrechte Rohrverkleidungen gestalten lassen. Kein Mauern, kein Verputzen! Schneiden Sie die Winkel einfach mit einer Säge zu, und montierten Sie sie im Zuge der Fliesenarbeiten.

Verarbeitungs-Tipp

Befliesbare Wannenelemente aus Polystyrol erleichtern die längs- und kopfseitige Verkleidung von Standardwannen. Eingebaute höhenverstellbare Fixier-Füße helfen beim Ausgleich von Unebenheiten.

Schöner Duschen – auf den Punkt? Oder per Linie?

Eine Entscheidung des persönlichen Geschmacks. Tatsache ist: Die oft niedrigen Aufbauhöhen bei der Badrenovierung in Altbauten erschweren die Konstruktion einer bodengleichen Dusche. Lösung: fix und fertig vorbereitete Duschboardsysteme mit eingebautem Gefälle und einer punkt- bzw. linienförmigen Entwässerung. Neuartige extra-niedrige Duschrinnen benutzen dabei zwei Abflussklammern mit zwei entnehmbaren Einlaufteilen. So entsteht ein doppelter Geruchsverschluss, der sich besonders leicht reinigen lässt.

Grundieren, glätten, dichten – geht doch!

Sie bevorzugen die klassische Arbeit an Boden und Wänden? Moderne Bauchemie macht Ihnen die Sache leicht. Zur Grundierung von Boden und Wand verwenden Sie eine Haft- und Schutzgrundierung. Die Bodenspachtelung erfolgt mit einem BodenAusgleich, für die Wandspachtelung wählen Sie einen Ausgleichsmörtel. Spritzwasserzone, Wasserzuleitungen, Mischbatterie und Wand-Bodenanschluss werden mit einer wasserdichten, flexiblen Schutzschicht und speziellen Dichtbändern sowie Formteilen abgedichtet.

Verarbeitungs-Tipp

Warum mehr Staub aufwirbeln als nötig? Eine Badrenovierung muss nicht gleich die ganze Wohnung in Mitleidenschaft ziehen. Staubreduzierte Leicht-Pulverkleber sind hoch flexibel, ergiebig und einfach zu verarbeiten. Die Massen eignen sich für Dünn- und Mittelbettverfahren auf Wand- und Bodenflächen sowie als Fließbettkleber auf Bodenflächen.

Dispersionsabdichtungen für Wand und Boden

Schon Gewährleistungsgründe sprechen dafür, Abdichtungsarbeiten im Bad dem Handwerker anzuvertrauen. Ansonsten sollten sich nur Profs auf Zeit an die Aufgabe wagen. Gebrauchsfertige, elastische Abdichtungen mit quarkiger Konsistenz helfen aufgrund ihrer einfachen Verarbeitbarkeit. Sie bieten hohe Standfestigkeit und lassen sich tropffrei sowohl im Spachtel- als auch im Rollverfahren auftragen.

Renovierungs-Tipp

Gute „Basisarbeit“ im Bad ist die halbe Renovierung. Spezielle Renoviermörtel erleichtern Ausgleichsarbeiten an den Wänden. Selbstnivellierende Fließspachtel bereiten die Böden für die nachfolgende Plattenbelegung vor. Farbbrillante zementäre Designfugenmörtel vollenden die Arbeit an den Oberflächen des neuen Bades. Sie sorgen für ein anhaltend schönes, lupenreines Fugenbild.

Starkes Finish für traumhafte Bäder

Zur Befestigung der Wandfliesen eignen sich u.a. leichte, variable Flexmörtel oder verformungsfähige Fliesenkleber. Je nach Art der Fliese können verschiedene Fugenmörtel ausgewählt werden. Zum Schließen der Eck-, Anschluss- und Bewegungsfugen werden elastische Silikondichtstoffe verwendet.

Gestaltungs-Tipp

Fugenkunst braucht Farbe! Colorierte Epoxidharz-Fugen schaffen einen tollen Rahmen für trendige Glasmosaike und die angesagten Fliesen in Holz- oder Steinoptik. Die Massen eignen sich für Fugenbreiten von 1 bis 10 mm. Tipp: Für die Naturdesigns passende Töne in Grau (Stein) und Braun / Beige (Holz) wählen!

Haltbare Farben

Fugen verändern Raumgefühle! Farbige Epoxidharz-Fugenmörtel werden aus coloriertem Quarzsand hergestellt. Sie sind in vielen Farben erhältlich, sehr leicht zu verarbeiten, säurebeständig und dazu auch noch besonders emissionsarm. Klarer Vorteil: keine Probleme mit scharfen Reinigungsmitteln! Die Farben behalten ihre Leuchtkraft über lange Zeit.

Glamouröse Fugenbilder

Design-Fugenmassen sind in 25 Fugenfarben erhältlich, abgestimmt auf die Designs und Tö- nen der aktuellen Glasmosaike und Großformate. Um deren Wirkung zu verstärken, können Sie den Massen Gold- oder Silber-Glitter beimischen. Die Wirkung ist fabelhaft!

Fliese auf Fliese zum neuen Bad

Allround-Spachtelmassen eignen sich für die Sanierung sämtlicher Untergründe unter Fliesen. Die Massen überzeugen durch hervorragende Verlaufeigenschaften. Das Geheimnis ihrer Wirkung: Die Spachtelmassen füllen selbst kleinste Hohlräume aus und erhärten zu ebenen Untergründen – auch bei großen Flä- chen. Keine Angst also vorm Entfernen alter Fliesen – die bleiben einfach drauf!

Verarbeitungs-Tipp

Beim Verlegen Fliese auf Fliese bitte beachten: Entfernen Sie Verunreinigungen (Öl, Wachs usw.), und lassen Sie die Fläche trocknen. Zur Haftverbesserung ggf. eine Haftbrücke aufbringen – z.B. in Form lösemittelfreier Acrylatdispersionen, die durch Rollen im Kreuzgang verarbeitet werden. Alternativ setzen Sie eine Epoxidharzgrundierung ein.